Ein Leben in Farbe
Dokumentarfilm | 71 min | AT | 2025



„Eine Ode an ein buntes, verrücktes Leben, an das Alter und an die Emanzipation.“
Ina Borrmann, DOK.fest München
KINOTOUR
4.März, Votivkino Wien, 19:30
5.März. Moviemento Linz, 20:00
8.März, Cinema Pradiso St. Pölten, 12:30
8.März, Leokino Innsbruck, 20:00
10.März, Kino Freistadt, 20:00
12.März, KIZ Royal Graz, 18:30
14.März, Programmkino Wels, 20:00
17. März, Das Kino Salzburg, 18:00
Kurzbeschreibung
Mit 92 Jahren verliebt sich die lebenslustige, deutschstämmige New Yorkerin Eleanor, Innenarchitektin und Immobilienikone, in einen 22-jährigen Mann. Sie unterzieht sich einer Schönheits-OP, glaubt nicht an den eigenen Tod und macht sicher kein Testament. Was zunächst als ein Film über ein ungewöhnliches Paar beginnt, wird zu einer humorvollen Hommage an ein buntes, verrücktes Leben, an das Alter sowie die Freiheit und die Eigenwilligkeit einer unkonventionellen Frau.
Über den Film
Eleanor und ich lernten uns bei den Dreharbeiten zu meinem ersten Dokumentarfilm „Leaving the Nest“ kennen. Ich war gerade erst in New York angekommen und auf Wohnungssuche, als sie mich einlud, bei ihr zu wohnen. Noch am selben Tag zog ich bei ihr ein. Über die Jahre entwickelte sich eine enge Freundschaft und in ihrem Lieblingsdinner begrüßte man uns beide mit „The usual?“. Als eines Tages ein junger Kellner auf sieaufmerksam wurde, blühte Eleanor spürbar auf. Was ich anfangs für Verliebtheit hielt, war Eleanors starkes Festhalten am Leben. Eine Auseinandersetzung mit ihrer Identität, ihrer Selbstakzeptanz und den Erwartungen, die an sie als ältere Frau gestelt wurden.
Mit Eleanor spielte Alter für mich keine Rolle. Wenn man mit ihr sprach, trat es vollkommen in den Hintergrund. Sie war offen, interessiert an der Welt und absolut unkonventionell. In ihrer Art wirkte sie auf mich alterslos. In vielen meiner Filme beschäftige ich mich bewusst mit Protagonistinnen im hohen Alter, auch weil ich empfinde, dass sie unterrepräsentiert sind. Ältere Menschen werden dramaturgisch oft auf bestimmte Bilder reduziert: auf das Schrullige, das Skurrile oder das harmlos Exzentrische. Empfindungen wie Sexualität, Begehren und Liebe werden ihnen dabei häufig abgesprochen oder, oder ins Lächerliche gezogen. Als ein ehemaliger Zivildiener in einem Altenheim kann ich jedoch dafür bürgen, dass Sexualität im hohen Alter nicht aufhört – sie wird vielmehr tabuisiert.
EIN LEBEN IN FARBE ist eine Hommage an die Sehnsucht nach Sinn, Schönheit und Nähe. Und an Eleanors unbeirrtes Festhalten am Leben, das trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Eigenheiten und Unvollkommenheiten strahlt.
Axel Stasny
Credits
Mit Eleanor Ambos, Peter Anastasiou, Tom Taylor, u.a. | Montage: Cordula Werner | Musik: LYLIT | Musikmischung: Andreas Lettner | Sound Design & Tonmischung: Alex Winkler | Zusätzliche Kamera: Colin Sonner | Buch, Regie & Kamera: Axel Stasny
Mit Unterstützung von: Österreichisches Filminstitut, Stadt Wien Kultur Wien, Land Oberösterreich
Verleih (AT):
Dim Dim Filmverleih
+43 664 5285633 | info@dimdimfilm.com | www.dimdimfilm.com
Weltvertrieb:
sixpackfilm
+43 52609900 | office@sixpackfilm.com | www.sixpackfilm.com
© 2025 Stasny Film GmbH
Auszeichnungen
CROSSING EUROPE Award – Local Artist, 2025
Nominierung Austrian Documentary Award Ethnocineca International Documentary Film Festival, 2025
Nominierung DOK.deutsch DOK.fest München, 2025
International Documentary Competition 54th Kyiv International Film Festival Molodist
Brugger Dokumentarfilmtage, 2025
Frauenfilmtage St. Pölten, 2026
Frauenfilmtage Klagenfurt, 2026
Presse
DOK.fest 2025 – Film Talk | Youtube
the gap – Festivaltagebuch Ethnocineca 2025, Eintrag 1: Geister der Vergangenheit | Website
subtext.at – Vom Leben, der Liebe und dem Alter | Website
Radio FRO – Kino für die Ohren – Weibliche Lebensrealitäten | Website | Download
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