Ein Leben in Farbe

71 Min. | AT | 2025

Über den Film

Mit 92 Jahren verliebt sich die lebenslustige, deutschstämmige New Yorkerin Eleanor, Innenarchitektin und Immobilienikone, in einen 22-jährigen Mann. Sie unterzieht sich einer Schönheits-OP, glaubt nicht an den eigenen Tod und macht sicher kein Testament.

Was zunächst als ein Film über ein ungewöhnliches Paar beginnt, wird zu einer humorvollen Hommage an ein buntes, verrücktes Leben, an das Alter sowie die Freiheit und die Eigenwilligkeit einer unkonventionellen Frau.

„Ein wunderbar-bunter Film über ein wunderbar-buntes Leben.“
Marian Wilhelm, DerStandard

„Berührend, mit einer wunderbaren Poesie“
Nora Bruckmüller, OÖ Nachrichten

„Eine Ode an ein buntes, verrücktes Leben, an das Alter und an die Emanzipation.“
Ina Borrmann, DOK.fest München

CREDITS

Produktion

Axel Stasny

Buch, Regie & Kamera

Axel Stasny

Montage
Musik
Musikmischung
Tonmischung
Zusätzliche Kamera
Mit


Verleih (AT)
Weltvertrieb

Cordula Werner
LYLIT
Andreas Lettner
Alex Winkler
Colin Sonner
Eleanor Ambos, Peter Anastasiou, TomTaylor, u.a.

Dim Dim Filmverleih ↗
sixpackfilm ↗

Mit der Unterstützung von Österreichisches Filminstitut, Stadt Wien Kultur Wien, Land Oberösterreich

© Stasny Film

Festivals & Auszeichnungen

Gewinner CROSSING EUROPE – Local Artist Award 2025
Nominiert für ADA Ethnocineca Int. Documentary Film Festival 2025
Nominiert für DOK.deutsch DOK.fest München 2025
Nominiert für Int. Doc. Competition 54th Kyiv International Film Festival Molodist 2025
Brugger Dokumentarfilmtage 2025
Frauenfilmtage St. Pölten 2026
Frauenfilmtage Klagenfurt 2026

REGIESTATEMENT

Eleanor und ich lernten uns bei den Dreharbeiten zu meinem ersten Dokumentarfilm „Leaving the Nest“ kennen. Ich war gerade erst in New York angekommen und auf Wohnungssuche, als sie mich einlud, bei ihr zu wohnen. Noch am selben Tag zog ich bei ihr ein. Über die Jahre entwickelte sich eine enge Freundschaft und in ihrem Lieblingsdinner begrüßte man uns beide mit „The usual?“. Als eines Tages ein junger Kellner auf sieaufmerksam wurde, blühte Eleanor spürbar auf. Was ich anfangs für Verliebtheit hielt, war Eleanors starkes Festhalten am Leben. Eine Auseinandersetzung mit ihrer Identität, ihrer Selbstakzeptanz und den Erwartungen, die an sie als ältere Frau gestelt wurden.

Mit Eleanor spielte Alter für mich keine Rolle. Wenn man mit ihr sprach, trat es vollkommen in den Hintergrund. Sie war offen, interessiert an der Welt und absolut unkonventionell. In ihrer Art wirkte sie auf mich alterslos. In vielen meiner Filme beschäftige ich mich bewusst mit Protagonistinnen im hohen Alter, auch weil ich empfinde, dass sie unterrepräsentiert sind. Ältere Menschen werden dramaturgisch oft auf bestimmte Bilder reduziert: auf das Schrullige, das Skurrile oder das harmlos Exzentrische. Empfindungen wie Sexualität, Begehren und Liebe werden ihnen dabei häufig abgesprochen oder, oder ins Lächerliche gezogen. Als ein ehemaliger Zivildiener in einem Altenheim kann ich jedoch dafür bürgen, dass Sexualität im hohen Alter nicht aufhört – sie wird vielmehr tabuisiert.

EIN LEBEN IN FARBE ist eine Hommage an die Sehnsucht nach Sinn, Schönheit und Nähe. Und an Eleanors unbeirrtes Festhalten am Leben, das trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Eigenheiten und Unvollkommenheiten strahlt.